Welche Internetanbindung passt zu meinem Unternehmen?

Wir erleben es täglich zu Hause und im Unternehmen: Wir brauchen immer mehr Internet-Bandbreite. Sind es zu Hause Video- und Streaming Dienste, die das durchschnittliche Volumen in den letzten Jahren pro Internetanschluss verzehnfacht haben, so sind es im Unternehmen zunehmend zentrale Dienste, die aus Rechenzentren über unterschiedliche Internetanbindungen per Festnetz und Mobil als (Private-) Cloud-Service bezogen werden. Die Netzbetreiber tragen diesem Trend Rechnung und bauen die Infrastruktur laufend aus. Welche Anbindungen werden heute angeboten und womit ist künftig zu rechnen? Nach welchen Kriterien soll sich ein Unternehmen bei der Auswahl der passenden Internetanbindung orientieren?

Technologien und Produkte
Glasfaser- (LWL bzw. FTTB, FTTC, FTTH), Kupfer- (EFM,  SDSL, ADSL) Glasfaser-/Kupfer-Hybrid- (Glasfaser SDSL, VDSL), Funk- (WIMAX, WLL, LTE) und Koaxialkabel- (DOCSIS) Anbindungen, als Standleitung oder Wählleitung, MPLS oder VPN, Punkt-zu-Punkt oder Punkt-zu-Mehrpunkt, viele Anbindungsvarianten stehen zur Auswahl. Deren Verfügbarkeit variiert zum Teil sehr stark. Während Kupfer-basierte xDSL Verbindungen und LTE einen sehr hohen Verbreitungsgrad aufweisen, sind Glasfaser-, Koaxialkabel- und WLL Produkte nur in bestimmten Regionen und Gebäuden verfügbar. Mit der Kombination aus Glasfaser und Kupfer steigt die Verfügbarkeit. Glasfaser (LWL) und Kupfer-Hybrid Lösungen (Glasfaser ins Haus (FTTB), VDSL/FTTC) werden derzeit stark ausgebaut. Im Gegensatz zu SDSL-/EFM-Kupfer Anbindungen sind Bandbreiten von mehr als 20 bzw. 30 Mbit/s über Glasfaser problemlos mit 1000 Mbit/s und mehr möglich.

planet 33 bietet seit 1998 als unabhängiger Serviceprovider nahezu das gesamte Spektrum der verfügbaren Anbindungen über alle Netzbetreiber hinweg deutschlandweit an. Auch Standorte im Ausland werden über Kooperationspartner mit angebunden. Oftmals wird neben dem planet 33_data Produkt auch eine Serviceleistung wie Firewall-, oder VPN-Betrieb sowie ein standardisiertes Produkt wie planet 33_phone bereitgestellt.

Auswahl der passenden Anbindung
Vor Auswahl eines Unternehmensstandortes sollte die Verfügbarkeit der möglichen Internetanbindungen geprüft werden. Idealerweise verfügt das in Frage kommende Objekt über eine Glasfaseranbindung und strukturierte Inhouse-Verkabelung. Bei Unternehmen bis rund 10 Mitarbeitern pro Standort kommen asymmetrische Produkte wie Glasfaser FTTB und VDSL, mit und ohne öffentliche IP-Adresse, in Frage. LTE scheidet als Alternative zu Festnetz-Anbindungen derzeit auf Grund mangelnder FLAT-Tarife aus. International sind in Ländern wie Taiwan aber bereits FLAT-Tarife ohne Bandbreiten-Drosselung nach Aufbrauchen des Inklusivvolumens verfügbar. Für Standorte mit 5 Mitarbeitern und Homeoffices wird LTE ggf. mit installierter Außenantenne und geeigneten Tarifen eine technologische Alternative zu Festnetz-Lösungen sein.

Bei Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern pro Standort sollte die Internethauptanbindung über symmetrische Bandbreiten mit wenigstens 1 öffentlichen/festen IPv4 Adresse (mit IP-Subnetz) und ggf. IPv6 Adressen verfügen). Hat das Unternehmen mehrere Standorte, ist eine MPLS Vernetzung mit dynamischer Zuteilung von Mindestbandbreiten für Applikationen wie ERP (z.B. SAP), CRM, Intranet etc. sinnvoll. Anbindungen an Rechenzentren erfolgen über Punkt-zu-Punkt und Punkt-zu-Mehrpunkt Verbindungen. Sind Services bei Cloud-Plattform Anbietern wie z.B. Amazon Cloud oder Microsoft Azure gebucht, ist ein priorisierter Zugriff auf diese Dienste im Backbone zubuchbar. Ebenso ist auf die Implementierung eines geeigneten Backup-Konzepts zu achten. Dieses sollte zumindest Medien- und Netzbetreiber /Carrier- Redundanz bieten.

Im Zuge der Konvergenz von Sprach- und Datendiensten muss an die Sicherstellung von ausreichend Bandbreite für Telefonie (Quality of Service (QoS)) gedacht werden. Dies kann über die Netzbetreiber-seitige Priorisierung von Sprach-Datenpaketen auf einer Leitung, oder die Trennung von Sprach/VoIP- und Internetanbindung erfolgen. Bei Unternehmen mittlerer Größe ist dabei oftmals die Kombination von kostengünstigen asymmetrischen mit symmetrischen Produkten ausreichend.

Achten Sie auf die vertraglich zugesicherte Bandbreite. Insbesondere bei asymmetrischen Produkten variiert die nominelle, oft stark von der tatsächlich erzielbaren Bandbreite. Shared-Medium-Produkte wie Internet über Koaxialkabel (DOCSIS) oder LTE bieten oftmals gar keine Bandbreitengarantie während symmetrische Produkte wie Glasfaser LWL Direktanbindungen und Kupfer EFM- (Ethernet First Mile) Bündelleitungen mind. 100% der nominellen Bandbreite garantieren.

Neben der Bandbreite ist auch der zugesicherte Service Level (SLA) und die Entstörzeit (TTR: Target Time to Repair) von Bedeutung. planet 33 stellt nur Internetanbindungen bereit, die auf Geschäftskundenprodukten basieren. SLAs von 99,95 % Verfügbarkeit übers Jahr sind ebenso möglich wie TTRs von 4 Stunden. Wichtiger als die vertraglich vereinbarten Service Levels und Entstörzeiten ist aber die Erfahrung mit den jeweiligen Produktgattungen und Netzbetreibern. Debugging Möglichkeiten des Produkts, kompetenter und schneller 2nd und 3rd Level Support und perfekte Logistikprozesse (beispielsweise für Router-Tausch) sind dabei entscheidende Faktoren. Diese Erfahrung hilft planet 33 dabei, das richtige Produkt mit dem passenden Preis-/Leistungsverhältnis seinen Kunden anzubieten.

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